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Fotografie-Blog und Foto-Galerie von Robert Glas.

 
 

Lissabon – ein Reisebericht

Posted on April 17, 2011 at 09:28

Lissabon – ein Reisebericht

Lissabon - Fototrip

Lissabon - Fototrip

Die spontane Entscheidung, Lissabon als nächstes Reiseziel für eine Foto-Tour auszusuchen, hat sich als goldrichtig erwiesen. Zunächst war ja eigentlich eine Reise nach Irland angedacht, Florenz war auch noch in der engeren Auswahl. Nach kurzer Recherche („schönste Städte Europas“) ist mir aber auch das mir bisher in dieser Hinsicht eher unbekannte Lissabon aufgefallen. Gesehen – gebucht 🙂

Die Stadt hatte jedenfalls genug Potential, mich auf meiner Fotoreise zu begeistern. Enge Gassen, bergauf, bergab – kaum eine gerade Straße, alles ist hügelig. Was zunächst einfach nur anstrengend klingt (vieles ist gepflastert, nicht geteert!), entpuppt sich tatsächlich als recht anstrengend, aber auch als wunderschön. Der große Vorteil: es gibt viele Aussichtspunkte („Miradouros“), von denen sich ein wunderbarer Blick über die Stadt bietet.

Dazu kommen noch abenteuerliche Fortbewegungsmittel wie ur-alte Straßenbahnen, Aufzüge und Standseilbahnen. Im Grunde sind das alles irgendwie Trams. Die einen fahren gerade (äh – bergauf, bergab), die Aufzüge (Elevadores) sind wirklich ebensolche und bringen einen mal eben einen Stadtteil höher. Schon etwas seltsam, man steigt unten im Viertel ein, steigt oben aus und geht dann quasi mehr oder weniger über die Dächer der Unterstadt ins obere Viertel weiter. Die Standseilbahnen sind ebenfalls Trams, die allerdings an den jeweiligen Steigungswinkel der recht steilen Strecken angepasst sind. Man sitzt also waagrecht drin, während es bergauf oder -ab geht.

Lissabon - Elvadores

Lissabon - Elvadores

Das Stadtbild prägen auch viele tolle Graffitis, hier sind echte Künstler am Werk, ein Traum, wenn man ein Auge dafür hat und das als Kunst wahrnehmen kann und will. Daneben gibt es natürlich auch viele Schmierereien, die zusammen mit teils recht zerfallenen alten Häusern auch für eine gewissen Schmuddel sorgen. Mir ist das auf meiner Reise aber überhaupt nicht negativ aufgefallen, für mich passte es einfach ins große Ganze aus alt und neu in dieser durchgerüttelten Stadt, Lissabon.

Lissabon Graffiti Art

Lissabon Graffiti Art

Durchgerüttelt oder wachgerüttelt wird man auch in Lissabons Nachtleben, das ich vor allem im Bairo Alto als unglaublich intensiv und außergewöhnlich erleben durfte. Die tagsüber romantischen Aussichtspunkte verwandeln sich nachts in immer noch romantische, aber ebenso wilde und ausgelassene Partygebiete. Hier wird gefeiert und getrunken als gäbe es keinen Morgen mehr. Die engen, unscheinbaren Gassen werden zu Partymeilen, die ihresgleichen suchen. Plötzlich ist überall eine Bar, wo nachmittags nur zugeklappte Fensterläden und gähnende Leere zu sehen war.
Nicht ganz. Mir sind auf dem Photowalk durchs Viertel die unzähligen Flaschen und Caipi-Becher aufgefallen, entweder mit Limetten oder Erdbeeren gefüllt. Das hat mich dann doch irgendwie neugierig gemacht, so dass das am Abend mal erforscht werden musste. Der halbe Liter Caipi für € 5,50, kein Wunder, dass die Leute so ausgelassen feiern 🙂

Wer nach Lissabon möchte, kann dies täglich über mehrere Direktflüge z.B. von München aus machen. Lissabon hat einen Stadtflughafen, was sich auch ins Stadtbild fügt. In den höheren Vierteln in der Einflugschneise wird man regelmäßig von tief Fliegenden Jets überflogen, das war etwas ungewöhnlich. Zur Folge hat das erfreulicherweise sehr kurze Wege zum Flughafen. Mit kleinen Gepäckstücken (keine großen Koffer!) kann man sogar den normalen Stadtbus nehmen (ca. 20 Minuten ins Zentrum). Ansonsten nimmt man den Aerobus.

Ein wichtiger Hinweis noch: Google Maps ist wegen der nicht ersichtlichen Höhenunterschiede mit Vorsicht zu genießen. Wenn man sich darauf verlässt, dass „das ja gleich um die Ecke ist“ – steht man unter Umständen vor einer hohen Häuserwand, wenn das Ziel mal eben in einem der höhergelegenen Viertel ist und man sich gerade unten befindet. Das sollte man berücksichtigen. Als Orientierung kann man auch die Straßennamen zu Hilfe nehmen (Rua – Straße, meist etwas größer und befahrener; Travessa verbindet meist horizontal zwei Ruas oder Calçadas; Calçadas sind die schönen Gassen, die meist steil nach oben führen – immer recht sehenswert!).

Zu guter Letzt: Tagestickets kaufen! Wer ein solches (3,95 € Stand April 2011) besitzt, kann sämtliche Trams, Metros, Busse und Aufzüge benutzen. Eine Einzelfahrt (gilt immer für rauf und runter) kostet nämlich allein schon 3 €. Das lohnt sich also für die 200m Fahrt aufwärts meist nicht im Einzelpreis.

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Moderne Bewerbungsfotos in Muenchen

Posted on Januar 20, 2011 at 19:40

Moderne Bewerbungsfotos in Muenchen


In letzter Zeit häufen sich die Anfragen für ein Bewerbungsfoto Shooting in meinem Studio München. Ich sehe diese Entwicklung mit großer Freude. Mit jedem Shooting lerne ich etwas dazu und ebne den Weg für moderne Bewerbungsfotos.

Wie bereits im ersten Teil zum Thema moderne Bewerbungsfotos erwähnt bin ich bei den Fotoshootings immer auf der Suche nach dem Besonderen. Aus jeder Person möchte ich etwas herausholen, das über den klassischen Schnellschuss beim Fotografen hinaus geht. Das funktioniert nur, wenn man sich ausreichend Zeit nimmt und auf jedes Detail acht gibt.
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Fotografische Orientierung – Teil 2

Posted on Dezember 14, 2010 at 23:33

Fotografische Orientierung – Teil 2

Dieser Fortsetzungsartikel (Teil 1) widmet sich erneut der Frage nach dem richtigen Weg, der fotografischen Zukunft.

Quo vadis?

Quo vadis?

Die letzten vier Wochen haben wieder gezeigt, wie schön abwechslungsreich das Hobby Fotografie ist:
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Fotografische Orientierung – Moeglichkeiten und Chancen

Posted on November 11, 2010 at 13:09

Fotografische Orientierung – Moeglichkeiten und Chancen

Einzelnes Schaf

Quo Vadis?

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Es liegen spannende und lernintensive dreieinhalb Jahre Fotografie-Geschichte hinter mir. Ich habe in dieser Zeit viel gelernt, habe mich vom Status Quo (erste Erfahrungen mit einer Canon EOS 350D mit Kit-Objektiv) bis zum eigenen Heimstudio mit Canon EOS 7D und Studioblitzanlage entwickelt. Dabei habe ich die unterschiedlichsten Genres der Fotografie kennengelernt.

Anfangs habe ich, wie wohl meistens üblich, Blümchen im Botanischen Garten und Tiere im Tierpark fotografiert.
Es folgt ein Weitwinkel-Objektiv und das Interesse für außergewöhnliche Perspektiven und Landschaften.
Später werden mit dem Kauf der Canon EOS 40D im Macro-Kit ganz neue Welten entdeckt. Es folgt die erste Studio-Fotografie im Lichtwürfel mit dem Ziel Stock-Fotografie. Vermarktung der eigenen Fotos, des eigenen Hobbies. Das klang vielversprechend. Seit der Anmeldung vor 3 Jahren lässt der große Durchbruch aber auf sich warten.
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Fotografieren in Edinburgh

Posted on September 30, 2010 at 23:22

Fotografieren in Edinburgh

Fotografieren in Edinburgh – Ein Reisebericht

Um wieder einmal raus zu kommen, etwas neues zu sehen und mich neuen fotografischen Herausforderungen zu stellen, suchte ich ein Ziel für eine Städtereise. Die Wahl viel nach kurzer Recherche auf Schottland: Edinburgh.

Edinburgh - Blick vom Canton Hill

Edinburgh - Blick vom Canton Hill

Bei meiner – zugegeben – eher mäßigen Vorbereitung auf Edinburgh (Kauf eines Reiseführers und bei Flickr nach dem Stichwort Edinburgh stöbern) ist mir gleich ein fotogener und sehr häufig fotografierter Ort aufgefallen: Canton Hill bzw. der Blick auf die Stadt von selbigem. Das war eines der wenigen Ziele, die ich auf jeden Fall sehen wollte.
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